{"id":2747,"date":"2026-08-23T03:58:00","date_gmt":"2026-08-23T03:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/nomadlaw.ch\/?p=2747"},"modified":"2026-08-23T17:08:50","modified_gmt":"2026-08-23T17:08:50","slug":"vertriebsvertrag-in-der-schweiz-was-thailaendische-hersteller-beim-vertrieb-ueber-einen-distributor-beachten-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/vertriebsvertrag-in-der-schweiz-was-thailaendische-hersteller-beim-vertrieb-ueber-einen-distributor-beachten-sollten\/","title":{"rendered":"Vertriebsvertrag in der Schweiz: Was thail\u00e4ndische Hersteller beim Vertrieb \u00fcber einen Distributor beachten sollten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr thail\u00e4ndische Hersteller kann die Zusammenarbeit mit einem Schweizer Vertriebsh\u00e4ndler eine attraktive M\u00f6glichkeit sein, den Markt zu erschliessen. Der Distributor verf\u00fcgt bereits \u00fcber Kundenkontakte, Marktkenntnisse und h\u00e4ufig auch \u00fcber Lager-, Logistik- und Servicestrukturen. Der Hersteller muss dadurch nicht von Beginn an eine eigene Vertriebsorganisation in der Schweiz aufbauen.  <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu einem Agenten kauft ein Distributor die Produkte grunds\u00e4tzlich selbst vom Hersteller und verkauft sie<strong> im eigenen Namen und auf eigene Rechnung <\/strong>an seine Kunden weiter. Er verdient nicht an einer Provision, sondern an der Differenz zwischen Einkaufs- und Wiederverkaufspreis. Damit \u00fcbernimmt er typischerweise auch einen erheblichen Teil des Absatz-, Lager- und Zahlungsausfallrisikos. Der Hersteller gibt dadurch allerdings einen Teil der Kontrolle \u00fcber den Markt und insbesondere \u00fcber den direkten Kontakt zum Endkunden ab.   <\/p>\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Vertriebsvertrag ist mehr als ein Kaufvertrag<\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Schweizer Recht kennt keine eigenen gesetzlichen Vorschriften speziell f\u00fcr Vertriebsvertr\u00e4ge. Es handelt sich um einen gesetzlich nicht ausdr\u00fccklich geregelten Vertragstyp. Die Parteien verf\u00fcgen deshalb \u00fcber einen grossen Gestaltungsspielraum, gleichzeitig ist es wichtig, die Zusammenarbeit detailliert vertraglich zu regeln. Ein Vertriebsvertrag hat typischerweise zwei Ebenen.  <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Vertriebsvertrag hat typischerweise zwei Ebenen.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der ersten Ebene regelt er <strong>die dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Distributo<\/strong>r. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise das Vertragsgebiet, Exklusivit\u00e4t, Mindestabnahmen, Marketingpflichten, Berichterstattung, Nutzung der Marke, Schulungen, Lagerhaltung, Produktr\u00fcckrufe sowie Dauer und K\u00fcndigung des Vertrags. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der zweiten Ebene bestimmt er die Bedingungen f\u00fcr die<strong> einzelnen Warenk\u00e4ufe <\/strong>zwischen Hersteller und Distributor. Dazu geh\u00f6ren insbesondere Produkt und deren Spezifikationen, Einkaufspreise, Zahlungsbedingungen, Bestellverfahren, Lieferfristen, Mindestbestellmengen, Incoterms, Pr\u00fcfung der Ware und Gew\u00e4hrleistung. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei regelm\u00e4ssigen Lieferbeziehungen verhindert diese Trennung, dass die grundlegenden Bedingungen bei jeder Bestellung neu ausgehandelt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Exklusiv, selektiv oder nicht exklusiv?<\/strong><\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einfachste Variante ist ein nicht<strong> exklusiver Vertrieb<\/strong>. Der thail\u00e4ndische Hersteller kann mehrere Vertriebspartner einsetzen und seine Produkte gegebenenfalls auch selbst direkt an Schweizer Kunden verkaufen. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem<strong> Allein- oder Exklusivvertrieb<\/strong> erh\u00e4lt ein Distributor dagegen besondere Rechte f\u00fcr ein bestimmtes Gebiet oder eine bestimmte Kundengruppe. Hier sollte genau geregelt werden, was die Exklusivit\u00e4t umfasst. Darf der Hersteller weiterhin selbst an Schweizer Kunden verkaufen? Gibt es internationale Key Accounts, die ausgenommen werden? Darf der Hersteller zus\u00e4tzliche Vertriebskan\u00e4le oder einen eigenen Onlineshop nutzen?    <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere M\u00f6glichkeit ist der<strong> selektive Vertrieb<\/strong>. Dabei werden H\u00e4ndler nach bestimmten Kriterien ausgew\u00e4hlt, etwa aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation, Verkaufsr\u00e4ume, Serviceleistungen oder Qualit\u00e4tsstandards. Dieses Modell kann insbesondere bei technisch anspruchsvollen oder hochwertigen Markenprodukten sinnvoll sein. Das Schweizer Wettbewerbsrecht stellt jedoch Anforderungen an die Ausgestaltung eines solchen Systems. Rein qualitative Selektivvertriebssysteme k\u00f6nnen zul\u00e4ssig sein, wenn die Auswahlkriterien objektiv, einheitlich und nicht diskriminierend angewendet werden und nicht \u00fcber das f\u00fcr das Produkt Erforderliche hinausgehen.    <\/p>\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Mindestabnahmen und Umsatzziele<\/h1>\n<\/blockquote>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer einem Distributor ein exklusives Gebiet \u00fcberl\u00e4sst, m\u00f6chte im Gegenzug normalerweise sicherstellen, dass dieser den Markt tats\u00e4chlich entwickelt. Deshalb geh\u00f6ren Mindestabnahmen oder Umsatzziele zu den wichtigsten Elementen vieler Vertriebsvertr\u00e4ge. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei sollte klar unterschieden werden zwischen unverbindlichen Verkaufsprognosen und verbindlichen Mindestabnahmen. Ebenso sollte geregelt werden, was geschieht, wenn ein Ziel nicht erreicht wird. M\u00f6gliche Folgen sind beispielsweise der Verlust der Exklusivit\u00e4t, eine Nachfrist zur Verbesserung der Verkaufszahlen oder, bei erheblicher beziehungsweise wiederholter Unterschreitung, ein K\u00fcndigungsrecht.  <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade hier sollte m\u00f6glichst pr\u00e4zise formuliert werden. Ist beispielsweise eine Jahresmenge vereinbart, sollte klar sein, ob tats\u00e4chlich bestellte, gelieferte oder bezahlte Produkte f\u00fcr die Zielerreichung z\u00e4hlen und wie mit Lieferengp\u00e4ssen des Herstellers umgegangen wird.  <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mindestabnahmen k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich vereinbart werden. Werden sie jedoch so ausgestaltet, dass der Distributor faktisch mehr als 80 Prozent seines Bedarfs beim Hersteller beziehen muss, kann dies kartellrechtlich als Wettbewerbsverbot beziehungsweise Bezugsbindung relevant werden. F\u00fcr solche Bindungen gelten zus\u00e4tzliche wettbewerbsrechtliche Grenzen, insbesondere bei langen Vertragslaufzeiten.  <\/p>\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Marketing, Reporting und Markenrechte<\/strong><\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vorteil eines lokalen Vertriebspartners besteht gerade darin, dass dieser den Schweizer Markt aktiv bearbeitet. Deshalb sollte der Vertrag nicht lediglich ein Recht zum Verkauf einr\u00e4umen, sondern auch festlegen, welche Vertriebsleistung vom H\u00e4ndler erwartet wird.  <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denkbar sind konkrete Verpflichtungen zu Marketingmassnahmen, Messeauftritten, Kundenbesuchen oder zur Bereitstellung eines lokalen Kundendienstes. Auch ein j\u00e4hrliches Mindestbudget f\u00fcr Werbung oder eine Beteiligung des Herstellers an bestimmten Marketingkosten kann vereinbart werden. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit der thail\u00e4ndische Hersteller trotz des fehlenden direkten Endkundenkontakts den Markt beurteilen kann, sind regelm\u00e4ssige Informationen \u00fcber Verkaufszahlen, Lagerbest\u00e4nde, Prognosen und Marketingaktivit\u00e4ten sinnvoll.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso sollte geregelt werden, in welchem Umfang der Distributor Marken, Logos, Produktbilder und Marketingmaterialien des Herstellers verwenden darf und was mit diesen Rechten nach Beendigung der Zusammenarbeit geschieht.<\/p>\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Lieferung, Lagerung und Produktr\u00fcckrufe<\/strong><\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da der Distributor die Produkte selbst einkauft, sind die einzelnen Lieferungen rechtlich Kaufgesch\u00e4fte. Der Vertriebsvertrag sollte daher festlegen, nach welchem Bestellprozess diese zustande kommen und welche allgemeinen Kaufbedingungen gelten. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Lieferungen aus Thailand sollten insbesondere geeignete <strong><a href=\"https:\/\/iccwbo.org\/business-solutions\/incoterms-rules\/incoterms-2020\/\">Incoterms<\/a><\/strong> mit einem genau bezeichneten Lieferort vereinbart werden. Sie bestimmen unter anderem, wer Transportkosten und bestimmte Transportpflichten \u00fcbernimmt und wann das Risiko auf den Distributor \u00fcbergeht. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei produzierenden Unternehmen sollte zudem geregelt werden, wer f\u00fcr Import, Zollabwicklung und regulatorische Anforderungen in der Schweiz verantwortlich ist. Ebenso k\u00f6nnen Anforderungen an Transport, Lagerbedingungen, Chargenverfolgung und Dokumentation wichtig sein. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besondere Bedeutung hat dies im Fall eines <strong>Produktr\u00fcckrufs<\/strong>. Der Vertrag sollte festlegen, wer Kunden informiert, Produkte zur\u00fcckholt, Informationen zur R\u00fcckverfolgbarkeit bereitstellt und welche Partei die dadurch entstehenden Kosten tr\u00e4gt. <\/p>\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kartellrecht: Exklusivit\u00e4t bedeutet nicht vollst\u00e4ndige Kontrolle<\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Exklusive Vertriebsvertr\u00e4ge sind in der Schweiz grunds\u00e4tzlich zul\u00e4ssig. Die Vertragsfreiheit wird jedoch durch das Kartellrecht begrenzt. Die aktuelle Vertikalbekanntmachung der Wettbewerbskommission stammt vom 12. Dezember 2022; die dazugeh\u00f6rigen Erl\u00e4uterungen wurden zuletzt im Februar 2026 aktualisiert. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders heikel sind <strong>Wiederverkaufspreise<\/strong>. Da der Distributor als selbst\u00e4ndiges Unternehmen auf eigene Rechnung verkauft, muss er grunds\u00e4tzlich selbst entscheiden k\u00f6nnen, zu welchem Preis er die Produkte weiterverkauft. Mindest- oder Festpreise k\u00f6nnen eine besonders problematische vertikale Wettbewerbsabrede darstellen. Auch eine bloss als \u201e<em>Empfehlung<\/em>\u201c bezeichnete Preisvorgabe kann problematisch werden, wenn sie durch Druck oder wirtschaftliche Anreize faktisch verbindlich gemacht wird.   <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch beim Gebietsschutz bestehen Grenzen. Ein Hersteller kann unter bestimmten Voraussetzungen exklusive Gebiete vergeben und <strong>aktive Verk\u00e4ufe<\/strong> anderer H\u00e4ndler in diese Gebiete beschr\u00e4nken. Nicht ohne Weiteres zul\u00e4ssig ist dagegen ein absoluter Gebietsschutz, der auch <strong>passive Verk\u00e4ufe<\/strong> verhindert. Meldet sich beispielsweise ein Schweizer Kunde von sich aus bei einem H\u00e4ndler in einem anderen Gebiet, darf ein Vertriebssystem solche Verk\u00e4ufe nicht einfach generell ausschliessen.   <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade die Abschottung des Schweizer Marktes und die Behinderung von Parallelimporten stehen besonders im Fokus des Schweizer Kartellrechts.<\/p>\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Was passiert bei Vertragsende?<\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Vertriebsvertrag sollte nicht nur regeln, wie die Zusammenarbeit beginnt, sondern auch, wie sie endet.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig sind Vertragsdauer, ordentliche K\u00fcndigungsfristen und Gr\u00fcnde f\u00fcr eine ausserordentliche K\u00fcndigung. Dazu k\u00f6nnen insbesondere wiederholte Nichterreichung von Mindestabnahmen, Zahlungsverzug, Verst\u00f6sse gegen Markenrichtlinien oder erhebliche Compliance-Verst\u00f6sse geh\u00f6ren. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso sollte geregelt werden, was nach Vertragsende mit offenen Bestellungen, Lagerbest\u00e4nden, Ersatzteilen, Gew\u00e4hrleistungsf\u00e4llen, Kundendienst und Marketingmaterialien geschieht. Besonders bei exklusiven Vertriebsverh\u00e4ltnissen kann die R\u00fccknahme verbleibender Lagerbest\u00e4nde wirtschaftlich erheblich sein. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere Schweizer Besonderheit sollte nicht \u00fcbersehen werden: Ein Distributor hat grunds\u00e4tzlich keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Kundschaftsentsch\u00e4digung wie ein Agent. Das Bundesgericht hat jedoch entschieden, dass eine solche<strong> Entsch\u00e4digung ausnahmsweise analog zum Agenturrecht<\/strong> entstehen kann.  <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Voraussetzung ist insbesondere, dass ein Alleinvertriebsh\u00e4ndler stark in die Vertriebsorganisation des Herstellers integriert ist und dadurch eine agenten\u00e4hnliche Stellung mit nur beschr\u00e4nkter wirtschaftlicher Autonomie erh\u00e4lt. Zudem muss der vom Distributor aufgebaute Kundenstamm nach Vertragsende wirtschaftlich auf den Hersteller \u00fcbergehen. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Vertrag wird daher nicht allein dadurch von solchen Folgen befreit, dass die Partei als \u201e<em>independent distributor<\/em>\u201c bezeichnet wird. Entscheidend ist auch hier, wie die Zusammenarbeit tats\u00e4chlich ausgestaltet ist. <\/p>\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Eine Stolperfalle f\u00fcr thail\u00e4ndische Unternehmen<\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch nach thail\u00e4ndischem Recht wird ein Distributionsverh\u00e4ltnis typischerweise so verstanden, dass der Distributor Produkte vom Lieferanten kauft und anschliessend im eigenen Namen, auf eigene Rechnung und eigenes Risiko weiterverkauft. Mangels spezieller Regelung richtet sich das Verh\u00e4ltnis grunds\u00e4tzlich nach den allgemeinen Vertrags- und Kaufrechtsregeln des Thai Civil and Commercial Code. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine f\u00fcr Thailand verwendete Vertragsvorlage f\u00fcr den Schweizer Markt kann schnell zu kurz greifen. Das Schweizer Recht hat f\u00fcr langfristige und insbesondere exklusive Vertriebsbeziehungen durch Rechtsprechung zus\u00e4tzliche Grunds\u00e4tze entwickelt, beispielsweise die m\u00f6gliche analoge Kundschaftsentsch\u00e4digung. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt das Schweizer Kartellrecht. Ein Vertriebsvertrag kann selbst dann den Schweizer Wettbewerbsregeln unterliegen, wenn er in Thailand abgeschlossen wurde oder ausl\u00e4ndischem Recht untersteht, sofern sich die Wettbewerbsbeschr\u00e4nkung auf den Schweizer Markt auswirkt. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein in Thailand zul\u00e4ssiges Vertriebskonzept sollte deshalb nicht ungepr\u00fcft auf die Schweiz \u00fcbertragen werden.<\/p>\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Schweizer Distributor kann f\u00fcr einen thail\u00e4ndischen Hersteller einen schnellen Markteintritt erm\u00f6glichen und einen wesentlichen Teil von Vertrieb, Lagerhaltung und Kundenbetreuung \u00fcbernehmen. Daf\u00fcr gibt der Hersteller jedoch einen Teil seiner Kontrolle \u00fcber Preise, Kundenbeziehungen und Marktbearbeitung ab. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein guter Vertriebsvertrag sollte deshalb insbesondere Vertragsgebiet und Exklusivit\u00e4t, Mindestabnahmen und Marketingpflichten, Bestell- und Lieferbedingungen, Incoterms, Markenrechte, Reporting, Produktr\u00fcckrufe sowie Dauer und Folgen der K\u00fcndigung klar regeln.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besondere Aufmerksamkeit verdienen Mindestabnahmen und Exklusivit\u00e4t sowie Preis-, Gebiets- und Online-Verkaufsbeschr\u00e4nkungen. Denn gerade dort, wo der Hersteller den Vertrieb m\u00f6glichst stark kontrollieren m\u00f6chte, setzt das Schweizer Wettbewerbsrecht Grenzen. <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Beitrag vermittelt einen allgemeinen \u00dcberblick \u00fcber B2B-Vertriebsvertr\u00e4ge zwischen Thailand und der Schweiz und ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was m\u00fcssen thail\u00e4ndische Hersteller bei einem Schweizer Vertriebsvertrag beachten? \u00dcberblick zu Exklusivit\u00e4t, Mindestabnahmen, Marketing, Incoterms, Kartellrecht und K\u00fcndigung. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2622,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[60,185,51],"tags":[1336,1304,1338,1337,1340,1312,1298,1342,1339,1293,1296,1292,1301],"class_list":["post-2747","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-business-law","category-gesellschaftsrecht-unternehmensgrundung","category-juristisches-projektmanagement","tag-exklusiver-vertrieb","tag-incoterms","tag-mindestabnahme","tag-parallelimporte","tag-schweizer-kartellrecht","tag-schweizer-markteintritt","tag-schweizer-vertriebspartner","tag-schweizer-vertriebsrecht","tag-selektiver-vertrieb","tag-thai-hersteller","tag-thailand-schweiz-handel","tag-vertriebspartner-schweiz","tag-vertriebsvertrag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2747","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2747"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2747\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2748,"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2747\/revisions\/2748"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2747"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2747"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nomadlaw.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2747"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}